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Musikalische Früherziehung - Schule fürs Leben
Von Mag. Marlies Karl-Kremsmair,
Musikum-Fachgruppenleiterin für Elementare Musikpädagogik & Tanz
„Gell, Marlies, du musst nie arbeiten?“ So wurde ich vor einigen Jahren von einem fünfjährigen Schüler der musikalischen Früherziehung verabschiedet. Was heißt das nun? Ist die musikalische Früherziehung eine Spielstunde mit viel Spaß? Ja, das ist sie. Aber sie ist auch noch viel mehr. In der elementaren Musikpädagogik werden Kinder von Anfang an mit Professionalität, viel Enthusiasmus und Liebe der Kolleginnen und Kollegen an einen ganzheitlichen Zugang zur Musik herangeführt. Erste Rhythmusschulung, Instrumentenkunde, das Entdecken der eigenen Singstimme und Spielen auf Orff-Instrumenten sind nur einige der Inhalte. Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes werden Körper und Geist, Intellekt und Emotionalität gefördert. Im Synchronisieren mit musikalisch-künstlerischen Prozessen, aber auch mit dem Gegenüber/der Gruppe werden grundlegende Steine der Persönlichkeitsentwicklung gelegt.

Mag. Marlies Karl-Kremsmair „Elementare Musikpädagogik spricht den Menschen in seiner Gesamtheit von Körper, Intellekt und Emotionalität an. Die Elementare Musikpädagogik – kurz EMP – nimmt den „ganzen Menschen" in den Blick, indem sinnliches und emotionales Erleben ermöglicht wird und kognitive Einsichten gefördert werden (EMP-Lehrplan der KOMU).“

Von derzeit 21 Lehrenden werden im ganzen Land Salzburg rund 1950 junge Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Vom ersten Kontakt mit der Eltern-Kind-Gruppe über erste „Alleingänge“ in der musikalischen Früherziehung, die dann in eine Grundausbildung oder auch in den Tanz weitergeführt werden kann. Viele Kinder erleben hier ihren ersten Kontakt zum Musikum, wechseln später zum Instrumentalunterricht oder lernen singen und bleiben dann über viele Jahre Schüler am Musikum.

„Musik – Je früher, desto besser!“ wurde in einem der letzte Newsletter der Gehirnforscher Manfred Spitzer zitiert. In diesem Sinne ist dieser kreative und spielerische Zugang zum Medium Musik eine wichtige Bereicherung der geistigen, sozialen und körperlichen Entwicklung im Kindesalter. Die wöchentliche Musikstunde kann dabei entweder direkt an der Musikschule oder auch in vielen Kindergärten und Schulen besucht werden. Die enge Zusammenarbeit beispielsweise mit dem Kindergartenpersonal ist dabei eine Win-Win-Situation, bei der die Kinder, aber auch die beteiligten Pädagoginnen und Pädagogen im Austausch voneinander profitieren.

Die Zukunft der elementaren Musikpädagogik liegt meiner Einschätzung nach im Eröffnen neuer Zugänge, im Sinne einer „Musik für Jedermann“. In der auch vermehrt präventiv und einbindend gearbeitet werden soll. Gibt es im Instrumentalbereich interessante Projekte wie „JeKi – jedem Kind ein Instrument“ – so könnte es bei uns heißen: „jedem Kind (oder aber auch Menschen) einen elementaren Zugang zur Musik!“

05.07.2017 · Günter Schaufler · Musikum Landesdirektion
Salzburg - Land / Stadt / Gemeinden