18. Dezember 2025
hORCH-Symposium: Wie die Gesellschaft von Kinder- und Jugendorchesterarbeit profitieren kann
Das Symposium „hORCH! – Die Zukunft der Kinder- und Jugendsinfonieorchester“ unterstrich den gesellschaftlichen Wert von Kinder- und Jugendorchestern.
Die Orchesterakademie Salzburg am Musikum initiiert internationales Symposium
Das von der Orchesterakademie Salzburg (OAS) im November veranstaltete Symposium mit 25 Teilnehmenden aus Österreich, Deutschland und der Schweiz ließ mit praxisnahen und wissenschaftlich Ansätzen für die Kinder- und Jugendorchester aufhorchen. „Bei diesem Forum wurden verschiedene Strukturen und Führungsmethoden von Jugendorchestern vorgestellt und im Kontext einer zukünftigen Vision von Orchesterkultur diskutiert. Denn wir sollten die Chance nutzen, jetzt zu implementieren, was wir uns für morgen wünschen “, erklärt die OAS-Leiterin Antje Blome-Müller.
Praxisnahe Beispiele für eine lebendige Orchesterkultur
So können Nachwuchsorchester als „Experimentierfeld“ für neue Konzepte, Konzertformate und einer anderen Führungs- und Beteiligungskultur fungieren, abseits von Tarifverträgen und Programmplanung. „Kinder- und Jugendorchester sind für mich der Ort, an dem wir den ‚Panzer‘ traditioneller Strukturen ablegen können: Hier lassen sich neue Formen von Teamwork, Verantwortung und künstlerischer Freiheit erproben, die später auch professionelle Orchester prägen werden“, erklärt Vortragender Beat Fehlmann, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer der Musikakademie Liechtenstein.
Förderungswürdig
„Ich sehe Kunst als Mittel der gesellschaftlichen Auseinandersetzung. Verschiedene Perspektiven eröffnen Wege, um die gesellschaftlichen Herausforderungen, wie musikalische Bildung, gesellschaftlich kulturelle Teilhabe und soziale Integration, zu bewältigen. Kinder- und Jugendorchester sollten auch unter diesem Aspekt gefördert werden und nicht nur, weil es so herzige Kinder- und Jugendporträts in unserer Bilderwelt gibt“, so Antje Blome-Müller.
Positive Resonanz unter Teilnehmenden
„Ich habe das Symposium als sehr positiv und mit großem Mehrwert erlebt, weil hier sehr authentische Vortragende aufgetreten sind, die für ihre Sache wirklich brennen. Im Sinne des voneinander Lernens, etwa durch die Vorstellung von Best-practice-Beispielen, finde ich einen solchen Austausch extrem wichtig, weil man so nicht immer selber alles neu erfinden muss“, resümiert Andrea Stöger, Musikum-Fachbereichsleitende für Zupfinstrumente.