23. September 2026
Farewell & so long
Am 3. Juli verabschiedete sich Georg Hölscher nach knapp 30 Jahren als Violinlehrer am Musikum in Seekirchen mit einem virtuosen Abschiedskonzert.
Knapp 30 Jahre hat Georg Hölscher als Violinlehrer und Ensembleleiter am Musikum Seekirchen gewirkt. Hunderte Schüler:innen sind durch seinen motivierenden Unterricht ausgebildet worden. Vielen hat er auch die Kunst des Ensemblemusizierens vermittelt. Am 3. Juli verabschiedete sich der beliebte Lehrer mit einem großen Farewell-Konzert im Emailwerk Seekirchen.
Noch einmal glänzen
Bei der großen Abschiedsveranstaltung mit Orchesterkonzert, „Play-Along“, Open-Stage und After-Party für Schüler:innen, Weggefährt:innen, Fans und Freund:innen im ausgebuchten Emailwerk Seekirchen kamen Georg Hölschers Qualitäten als Geiger, Lehrer und Animateur noch einmal voll zum Tragen. Mit dem Diabelliorchester unter der Leitung von Stephan Höllwerth musizierte er im Kreise seiner Schüler:innen Florian Moser, Katharina Hofinger und Carla Berger das Konzert für vier Violinen von Antonio Vivaldi. In Schuberts Rondo D 438 glänzte er als virtuoser Urmusikant solistisch und führte abschließend als Konzertmeister seine Mitspieler:innen noch sicher durch John Irelands Downland Suite.
Außergewöhnliche pädagogische Fährigkeiten
Seine Schüler:innen bescheinigen Georg Hölscher außergewöhnliche pädagogische Fähigkeiten, die sich in selbst entwickelten Konzepten („Stampfstrich“, „Mäusestrich“ und „Schleichstrich“) niederschlugen. Etliche seiner Schüler:innen haben eine professionelle Laufbahn als Musiker:innen ergriffen und sind im Concertgebouworkest Amsterdam, in der Philharmonie Salzburg, der Salzburger Hofmusik und am Wiener Burgtheater tätig. Weitere Schüler:innen zog es in die musikpädagogische Richtung.
Mitfiedeln, Ständchen & freier Eintritt
Im Anschluss an das Abschiedskonzert ließ sich die große Publikumsschar auf ihren mitgebrachten Instrumenten von Georg zum Mitfiedeln animieren, bevor einzelne Gratulant:innen noch individuelle Ständchen aus Klezmer, Jazz, Folk und Kammermusik zum Besten gaben.
Ein spannender Lebenslauf
Geboren 1961 in Bochum, wuchs Georg Hölscher in einer musikalischen Familie mit neun Geschwistern auf. Seine Studien absolvierte er in Essen, Köln, Salzburg und Amsterdam. In Ensembles wie dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Divertimento Salzburg, dem Salzburger Kammerorchester und dem Cavallieri-Quartett reüssierte er als Orchestermusiker, Konzertmeister und Primarius. Als Nachfolger von Michael Seywald übernahm er 1997 eine eigene Geigenklasse und die Leitung des Diabelliorchesters am Musikum Seekirchen.
Wie geht es weiter mit Georg Hölscher?
Stephan Höllwerth, Leitung Diabelliorchester Musikum: „Es ist zu hoffen, dass Georg Hölscher, dem man sein Pensionsalter niemals ansehen würde, als Musiker weiterhin aktiv bleibt. Seine Leidenschaft für Tischtennis möge ihn körperlich fit, seine Begeisterung für erneuerbare Energien und soziale Entwicklungen ihn intellektuell wachhalten. Lieber Georg, wir werden dich und deine Musik vermissen, und hoffen aber auf ein baldiges Wiedersehen!“