22. Oktober 2026

Musikum Hof mit neuem Schulschwerpunkt und Orgel jetzt in St. Gilgen vertreten

Mit einem neuen Schwerpunktstandort in St. Gilgen konnte das Musikum Hof endlich einen weißen Fleck auf der Landkarte schließen.

„Es war mir immer schon ein Anliegen, in St. Gilgen Fuß fassen zu können, da das Musikum in dieser Region, quasi über dem Berg zur Landesgrenze nach Oberösterreich, bisher etwas unterrepräsentiert war“, so Lorenz Wagenhofer, Musikum-Direktor in Hof. In St. Gilgen sollte ein Zubau des Pfarrhofs veräußert werden – die Gemeinde hat dieses Gebäude nun für das Musikum angemietet und nach dessen Anforderungen umgebaut, wobei aktuell noch Adaptierungen und Fertigstellungen bis Ende 2027 gemacht werden. 

Bessere musikalische Nahversorgung
Der neue Schulstandort ist eine Bereicherung für alle Schüler:innen des Einzugsgebiets, da sie für den Unterricht nun nicht mehr weite Wege in andere Standorte vom Musikum Hof auf sich nehmen müssen. „Das Gebäude ist im Ort zentral gelegen und dank der guten öffentlichen Verkehrsanbindung sehr gut erreichbar. Vom Schulcampus sind es nur drei, vier Gehminuten hierher“, so Wagenhofer. Im Standort St. Gilgen liegt der Fokus neben dem Unterricht an Tasten- und Blasinstrumenten künftig auch auf dem Schlagwerk.

Schwerpunkt Kirchenmusik dank Orgel von Förderer
Lorenz Wagenhofer legt Wert darauf, seine Schulstandorte mit einem Schwerpunkt zu versehen. In St. Gilgen ist dies die Kirchenmusik, verbunden mit Chorsingen. „Bisher gab es im Musikum Salzburg nur eine einzige eigene Orgel in Hallein, überall anders wird in Kirchen unterrichtet. Dank der großzügigen Spende von 20.000 Euro von Franz Scheffenacker, ehemaliger Amtsleiter der Gemeinde Hof und viele Jahrzehnte Kirchenchormitglied, konnte das Musikum aus dem Inventar des Mozarteum eine Orgel erwerben.“ Unter der Aufsicht eines Orgelbaumeisters und mit der tatkräftigen ehrenamtlichen Unterstützung von fünf Lehrenden wurden in den Ferien die etwa 5.000 Teile der Orgel in Salzburg sorgfältig ab- und in St. Gilgen wieder aufgebaut.

Unterrichtsräume und Konzerte im Orgelsaal
Die neu erworbene Orgel steht in einem dafür idealen Raum auf 90 Quadratmetern mit fast doppelter Raumhöhe und Mansarde. Auch ein Cembalo und Flügel sind dort untergebracht. „Der Raum fasst bis zu 60 Leute und wird künftig, außer für den Unterricht oder das Üben, auch als Veranstaltungsraum für kleine Vorspiele genutzt“, erklärt der Musikum-Direktor. Im unteren Bereich gibt es drei Unterrichtsräume, darunter auch sämtliches musikalisches Inventar für den Schlagwerk-Unterricht. Aktuell wird hier in einem Pilotprojekt auch Gruppenunterricht im Schlagwerk getestet. „Wir werden das Unterrichtsangebot hier sukzessive aufbauen, wobei der Schwerpunkt bei der Orgel bleibt. Unser Lehrer Peter Peinstingl ist hier mit acht Schüler:innen ein echter Magnet“, so Lorenz Wagenhofer.

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