Wir trauern

Wir trauern um Ulrike Hofmann

Deine Schritte sind verstummt, doch die Spuren Deines Lebens bleiben bestehen.

Wir nehmen Abschied von unserer geschätzten Kollegin, ehemaligen Direktorin und Fachbereichsleiterin am Musikum, Frau Ulrike Hofmann,
die am 15. Dezember im Alter von 75 Jahren von uns gegangen ist.

Ulrike Hofmann wurde 1950 in St. Pölten geboren. Nach dem Besuch des Mädchenrealgymnasiums studierte sie Musikwissenschaft, Romanistik und Philosophie an der Universität Wien und anschließend Gesangspädagogik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

Nach Abschluss des Studiums war sie als Musikwissenschaftlerin am musikwissenschaftlichen Institut Wien tätig und arbeitete in der Redaktion der österreichischen Musikzeitschrift ÖMZ sowie in der Musiksammlung der österreichischen Nationalbibliothek. Forschungsprojekte führten sie u.a. an die University of Cardiff/Wales. Außerdem arbeitete sie als Assistentin des Musikforschers H.C. Robbins Landon in Frankreich.

Unter ihren Veröffentlichungen sei ein thematischer Werk-Katalog zu Giovanni Paisiello hervorzuheben, den sie gemeinsam mit Michael F. Robinson erstellte, und das Mozart-Jahrbuch 1991 „Bericht über den Internationalen Mozart-Kongress Salzburg 1991“.

Von 1976 bis 1988 unterrichtete Ulrike Hofmann das Fach Musik am BRG Lilienfeld und war maßgeblich am Ausbau des NÖ. Musikschulwesens beteiligt. 

Von 1989 -1990 war sie Mitarbeiterin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und von 1990 - 1994 Mitarbeiterin der Internationalen Stiftung Mozarteum Salzburg.

Ab 1995 arbeitete sie als Gesangslehrerin an den Landesmusikschulen Braunau am lnn und Obernberg am lnn, wo sie auch Unterricht in chorischer Stimmbildung im Rahmen der Chorleiterausbildung im Oö. Landesmusikschulwerk gab. 

Ihr Eintritt als Gesangslehrerin an der Musikschule Seekirchen erfolgte 1996. Von 1999 bis September 2003 hatte sie die Fachkoordination für Gesang inne, ab 2001 die Fachgruppenleitung für Gesang und Chor am Salzburger Musikschulwerk (heute Musikum Salzburg).

Ihre vielfältigen Erfahrungen im pädagogischen Bereich - sowohl als Musiklehrerin an einer AHS als auch am Musikum und am Oö. Musikschulwerk - sowie ihr Wille zum Gestalten, ihre Fähigkeit, Mitarbeiter zu führen und Verantwortung zu übernehmen, veranlassten sie 2003, die interimistische Leitung des Sprengels Flachgau III von Musikschuldirektor Alois Kersch zu übernehmen. 2004 wurde sie dann einstimmig zur Direktorin des Musikum Seekirchen gewählt und erfüllte diese Position verantwortungsvoll und engagiert bis zu ihrer Pensionierung 2010.

Ihre eigene Konzerttätigkeit umfasste Liederabende und Messen als Alt-Solistin. Als Mitglied des Wiener Singvereins wirkte sie u. a. bei den Oster- und Sommerfestspielen Salzburg sowie bei Konzerten in der Philharmonie Berlin unter Herbert von Karajan, Leopold Hager und Seiji Ozawa mit.

Ulrike Hofmann bleibt als Frau in Erinnerung, die sich offen, mit Herz, mit Leidenschaft und großem Engagement an der Weiterentwicklung des Musikum beteiligt hat. Als Fachgruppenleiterin hat sie hohe Anerkennung genossen. Ulrike Hofmann hat die Fachgruppe sehr umsichtig, motivierend und mit großer Überzeugungskraft geführt. Als Direktorin setzte sie im Weiterentwicklungsprozess des Musikum viele Neuerungen erfolgreich in die Praxis um.

Wir danken in stiller Teilnahme für ihr nachhaltiges Wirken in all ihren Funktionen.


Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt ihren Angehörigen. Wir sind in Gedanken bei den Hinterbliebenen und wünschen ihnen viel Kraft.

Thomas Aichhorn MA MA, Pädagogisch-Künstlerischer Landesdirektor
Mag. Christian Türk, Kaufmännischer Landesdirektor

im Namen aller Musikumdirektorinnen und Musikumdirektoren, aller Fachbereichsleiterinnen und Fachbereichsleiter,
aller Lehrerkolleginnen und -kollegen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Musikum

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